Wir sind Reisende mit unbekanntem Ziel

Ich bin - mittlerweile - überzeugt davon, daß da mehr ist, als nur unser jetziger Daseinszustand. Woraus die Welt und wir - als ein Teil dieser Welt - sich auch immer ableiten, es wird da etwas sein, das ein Urgrund von allem ist. Mit dem menschlichen Verstand sind diese Dinge allenfalls erahnbar, jedoch keines falls erklärbar, vielleicht - für einige Glückliche - auch erfahrbar.

Ich stelle mir den Gang des Lebens vor wie Wolken und Meer. Aus dem Meer (Urgrund) verdunstet das Wasser (Geburt), steigt auf, treibt eine zeitlang übers Meer und übers Land und verweilt eine Zeitlang in diesem Zustand (Leben) um dann irgendwann wieder zu kondensieren (Tod). Dadurch fällt es wieder zu Boden und treibt auf irgendwelchen Wegen letztendlich wieder dem Meer zu (Zwischenzustand, ähnlich dem tibetischen Bardo-Zustand). Dort tritt es irgendwann wieder in den Zustand der Verdunstung ein (Wiedergeburt).

Anmerkung:
den obigen Text habe ich im Jahr 2003 geschrieben, ca. 4 Jahre nach Olis Tod und einem intensiven Studium der diversen Schriften - u.a. einige vom Dalai Lama, der mir den buddhistischen Glauben näher brachte. Ich fand dort sehr viel Tröstliches und habe gelernt, einige Dinge anders zu sehen als bisher.